Datenverkehr im VPN steuern

Dank des in Windows 10 eingebauten VPN-Clients können VPN-Verbindungen ohne zusätzliche Software eingerichtet werden, der Verbindungstyp ist dabei üblicherweise L2TP/IPsec.

Standardmäßig wird der gesamte Datenverkehr über den VPN-Tunnel geleitet, es wäre aber oft ausreichend, nur die Daten für das getunnelte Netzwerk über die VPN-Verbindung zu führen. Dieser Vorgang wird als Split Tunneling bezeichnet und auch vom Windows 10 Client unterstützt. Leider bietet Windows aber kein GUI für die Einstellungen.

Die Lösung ist, wie so oft, PowerShell.

Zunächst ist die VPN-Verbindung ganz normal in den Netzwerk- und Interneteinstellungen anzulegen, anschließend öffnet man eine PowerShell als Administrator.

Das Split Tunneling wird mit dem Kommando

Set-VpnConnection -Name “NameDerVPNVerbindung” -SplitTunneling $true

aktiviert (NameDerVPNVerbindung ist der Name, der beim Anlegen in den Einstellungen angegeben wurde).

Jetzt können die Adressbereiche, die über den Tunnel laufen sollen, mit dem Kommando

netsh interface ipv4 add route x.x.x.x/x “NameDerVPNVerbindung”

hinzugefügt werden (x.x.x.x/x ist dabei ein Adressbereich mit Subnet, NameDerVPNVerbindung wieder der Name aus den Einstellungen). Dieses Kommando kann natürlich beliebig oft wiederholt werden.

Wer alles mit PowerShell machen möchte, der kann anstelle von netsh das Kommando

Add-VpnConnectionRoute -ConnectionName “NameDerVPNVerbindung” –DestinationPrefix “x.x.x.x/x”

verwenden.

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