Bootfähige Antivirus-Tools

Wer auf seinem Rechner nicht permanent einen Virenscanner laufen hat oder einfach mal unabhängig vom installierten Betriebssystem seinen Rechner nach Viren durchsuchen möchte, der kann dazu einen bootfähigen Virenscanner benutzen. Ein solches Tool wird von mehreren Herstellern meist in Form eines Rescue Systems angeboten, das von CD oder USB-Stick gebootet werden kann.

Ein solches Rescue System wird üblicherweise als ISO-Datei bereitgestellt, die direkt auf CD gebrannt werden kann. Um aus einem solchen ISO einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen, bietet sich beispielsweise das Tool UNetbootin an, mit dem das Image einfach auf den Stick geschrieben werden kann. Ein anderes Programm, das auch mit neueren oder komplexeren Boot-Medien zurechtkommt, ist Rufus.

Avira Rescue System

Auf der Homepage von Avira kann im Download Center unter Tools das Avira Rescue System als ISO-Datei heruntergeladen werden, die dann mit Unetbootin auf einen USB-Stick geschrieben werden kann. Das System hat eine volle graphische Oberfläche und bietet auch einen integrierten Firefox-Browser und Tools zur Dateirettung.

Direkt nach dem Start wird versucht, die aktuellen Virendefinitionen aus dem Internet zu laden. Wenn der eigene Rechner über eine exotische oder sehr neue Netzwerkkarte oder einen WLAN-Adapter verfügt, dann kann dieser möglicherweise nicht verwendet werden und es stehen nur die Virendefinitionen zum Zeitpunkt der Erstellung des ISO-Images zur Verfügung.

AVG-Rettungs-CD

Ein alternatives System findet sich auf der Homepage von AVG und nennt sich AVG-Rettungs-CD. Die ISO-Datei kann im AVG Download Center im Bereich Unternehmen heruntergeladen und mit UNetbootin auf einen USB-Stick geschrieben werden. AVG bietet alternativ auch eine ZIP-Datei mit einem Setup-Programm, das die Erstellung des bootfähigen USB-Sticks übernimmt. Das System hat nur eine textbasierte Oberfläche, die aber mit der Tastatur einfach zu bedienen ist.

Auch dieses Rettungssystem versucht beim Start, ein Update der Virendefinitionen aus dem Internet zu laden. Auf der Download-Seite der Rettungs-CD findet sich aber auch ein Link, mit dem die aktuellen Virendefinitionen als Datei heruntergeladen werden können. Diese Datei ist einfach nur nach Erstellung des bootfähigen USB-Sticks auf besagten Stick zu kopieren und kann dann nach dem Booten im Menü der Rettungs-CD geladen werden.

Leider neigt der AVG-Scanner manchmal zu Fehlalarmen, sollte also nur eingesetzt werden, wenn kein Online-Update der Virendefinitionen möglich ist. Ein gelegentlicher Fehlalarm ist immer noch besser als gar kein Scannen.

Kaspersky Rescue Disk

In letzter Zeit wird die Rescue Disk von Kaspersky Lab empfohlen. Das Image kann von der Kaspersky Homepage heruntergeladen werden. Dieses System weiß mit einer größeren Anzahl an (W)LAN-Hardware umzugehen, Online-Updates sollten damit kein Problem mehr darstellen.

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